Vespa 125 VNA 1958 - 1960
Die in Grau und Beige angebotene Vespa 125 aus dem Jahr 1958 leitete eine neue Epoche ein. Denn sie war die erste Vespa, bei der das Chassis aus zwei Stahlblech-Halbschalen zusammengefügt war. Diese Rahmenbauart bot wesentliche Vorteile in der industriellen Fertigung und wurde fortan bei allen Vespa-Modellen eingesetzt.Zu den weiteren Neuerungen zählte der aus zwei Pressstahl-Halbschalen gefertigte Lenker, der die Bowdenzüge verbarg. Diese elegante Lösung war bis dahin ausschließlich den 150 ccm-Modellen vorbehalten, dort allerdings mit Halbschalen aus Druckguss. Schließlich präsentierte sich auch der Motor als neue Konstruktion. Er baute schmaler und verfügte über eine Querstrebe im Kurbelgehäuse. Es war die letzte Vespa mit fünfprozentiger Mischungsschmierung.
Vespa 125 VNB 1959 - 1966
Vespa 150 VBA1T - VBB1T - VBB2T 1958 - 1967
Eine Evolutionsstufe der Vespa 150 (VBA) von 1958 mit einigen wenigen Änderungen. Die hellblaue Metallic-Lackierung entsprach dem Vorgängermodell. Die Seitenabdeckung war mit Aluminium-Applikationen verziert, das größere Rücklicht mit einer kompletten Chromblende versehen.Dank seiner Eleganz und der hohen Funktionalität erfreute sich dieses Modell größter Beliebtheit, nachdem es bei den Olympischen Spielen von 1960 vorgestellt worden war.
Vespa 150 GL 1962 - 1965
Die Vespa GL aus dem Jahr 1962 war die Luxus-Version der 150er-Baureihe und zählt zu den elegantesten Modellen, die Piaggio je gebaut hat. Ihr optimiertes Design ließ
den Roller moderner erscheinen und traf den ästhetischen Geschmack der Kunden, ohne die Funktionalität außer Acht zu lassen.
Besonders die im Vergleich zu anderen 150ern eckiger geformten hinteren Abdeckungen trugen mit ihren Aluminium-Applikationen zum neuen Gesamteindruck bei. Außerdem war das trapezförmige Rücklicht
typisch für dieses Modell. Aluminium-Applikationen fanden sich auch auf dem groß dimensionierten vorderen Schutzblech, das die Montage von breiteren Acht- oder Zehn-Zoll-Rädern erlaubte.
VESPA 160 GS `62
Mit der zwischen 1962 und 1964 gebauten Vespa 160 GS endete eine prestigeträchtige Ära, die 1955 begonnen hatte – nun war die Nachfrage der anspruchsvollen Kunden befriedigt. Im Vergleich zum Vorgänger-Modell verfügte der Motor über mehr Hubraum und Leistung, die Motorverkleidungen waren leicht demontierbar und mit korrosionsfesten Aluminium-Applikationen versehen. Neu war auch die grau-weiße Lackierung, die den traditionell grauen Uni-Farbton ersetzte. Die Vorderradaufhängung arbeitete mit Feder und koaxialem Dämpfer und trug zum verbesserten Fahrkomfort bei. Das Reserverad fand seinen Platz nun im Stauraum unter der linken hinteren Abdeckung. Auch die Vespa 160 GS hatte in dem Streifen „Paradies for Two" einen berühmten Filmauftritt.
Vespa 150 Sprint 1965 - 1974
Vespa 180 Super Sport 1964 - 1968
vespa 125 Super 1965 - 1969
Vespa 150 Super 1965 - 1969
Vespa 125 GT 1969 - 1973
Vespa 125 GTR 1968 - 1975
Vespa 180 Rally 1968 - 1973
Nach dem Erfolg der Vespa Super Sport 180 stellte Piaggio 1968 ein neues 180er Modell auf die Räder. Neben einer komplett neuen Technik verfügte der Roller über einen neuen Rahmen, der von der Vespa Sprint aus dem Jahr 1966 abgeleitet war. Ästhetische Modifikationen erstreckten sich auf Lenker, Staufach und Sitzbank. Die Vespa Rally 180 gilt bis heute als eines der funktionellsten und attraktivsten Modelle. Als die Produktion 1973 eingestellt wurde, hatten insgesamt 26.000 Einheiten das Werk verlassen.
Vespa 150 Sprint Veloce 1969 - 1979
Vespa 200 Rally 1972 - 1979
Nach dem großen Erfolg der Vespa 180 stellte Piaggio 1972 erstmals eine Vespa mit 200 Kubikzentimeter Hubraum vor. Die Neue war vom Start weg ein Erfolg, und echte Vespa-Fans waren bereit, Lieferzeiten von mehreren Monaten in Kauf zu nehmen. Schon auf den ersten Blick gab sich die Vespa Rally 200 durch die Zierstreifen an der Rad- und Motorabdeckung zu erkennen.Im ersten Verkaufsjahr startete Piaggio die Werbekampagne „Le Sardomobili" mit folgendem Inhalt: „Zwei starke, schnelle Räder, die wendig sind; zwei Rally-Räder, die vom kräftigen 12-PS-Motor getrieben werden, der bis zu 5.700 Touren dreht; zwei mächtige Räder, die schnell und sicher auf Tempo 110 beschleunigen".Der zusätzliche Schriftzug "electronic" wies darauf hin, dass der kraftvolle Motor elektrisch gestartet werden konnte – eine technische Lösung, die erstmals an einem Top-Modell zum Einsatz kam. Von der Vespa Rally 200 liefen zwischen 1972 und 1979 mehr als 41.700 Einheiten vom Band.
Vespa 125 TS 1975 - 1978
Vespa P125X - P150X - PE200 1977 - 1982
Mit der Vespa P125X stellte Piaggio 1977 auf der Motorradmesse in Mailand zugleich den neuen Vespa-Stil vor. Wie die PE200, so zeigte auch die P125X die Design-Innovationen, mit denen das Modell erfolgreich in die achtziger Jahre aufbrach und sich klar von ihren Vorgängern unterschied. Gerade bei jungen Leuten avancierte die Vespa P125X vom Start weg zum Objekt der Begierde und konnte es im hart umkämpften Markt selbst mit den 125er-Motorrädern aufnehmen. Sie bot einen größeren Stauraum und eine komfortablere, mit speziellem Schaumstoff unterfütterte Sitzbank. Auf dem Lenker saß ein neu gestalteter Tacho, der sich auch im Dunkeln leicht ablesen ließ.
Vespa 125PX-E -150PX-E - 200PX-E 1981 - 1982
Vespa PX125E Lusso - PX150E Lusso - PX200E Lusso 1983 - 1992
Vespa 125 T5 Pole Position 1985 - 1990
Vespa 125 T5 Pole Position: Schon der Name beschrieb den Roller aus dem Jahr 1985 besonders eindrucksvoll. Die aggressive Linienführung, der Spoiler, das Windschild und der digitale Drehzahlmesser waren weitere Merkmale, die den sportlichen Charakter zusätzlich betonten. Piaggio schickte den Vespa-Roller in einen harten Wettbewerb, in dem er sich gegen die austrainierten Scooter aus Fernost behaupten musste. Der Hochleistungsmotor des T5 war mit fünf Überströmkanälen ausgerüstet und erlaubte eine hohe Leistungsausbeute, die nie zuvor von einem Vespa-Motor dieser Hubraumklasse erreicht worden war. Den Bogen zur Welt des schnellen Motorsports spannte der Formel 1-Rennfahrer Nelson Piquet, den man als außergewöhnlichen Repräsentanten gewinnen konnte.