MP5 Paperino 1945

Als sich das Ende des zweiten Weltkriegs abzeichnete, plante Enrico Piaggio die Produktion eines preisgünstigen Produkts für einen möglichst großen Markt.
Seine Überlegungen führten zur Fertigung des ersten Motorrollers im Werk Biella zwischen 1943 und 1944.
Dieser Prototyp mit dem Kürzel MP5 (für Moto Piaggio 5) wurde von Ingenieur Renzo Spolti entworfen und von den Arbeitern "Paperino" getauft, die italienische Bezeichnung für „Donald Duck".
Doch Enrico Piaggio gefiel dieses Fahrzeug nicht. Deshalb übertrug er das Projekt auf Corradino D'Ascanio mit der Bitte, ein sowohl technisches wie auch stilistisch moderneres Fahrzeug auf die Räder zu stellen. Bis die erste Vespa geboren war, verließen rund 100 Paperinos das Werk. Heute werden die Modelle in Sammlerkreisen weltweit hoch gehandelt.

Vespa MP6 Prototipo `45

Gegen Ende des zweiten Weltkriegs gab Enrico Piaggio den Auftrag an Corradino D’Ascanio, ein simples, robustes, sparsames und elegantes Zweirad zu bauen. Darüber hinaus sollte es einfach zu fahren sein und zwei Personen Platz sowie ausreichenden Schutz vor Verschmutzung bieten.
D’Ascanio war kein großer Freund von Motorrädern, konzipierte aber ein durch und durch originelles Fahrzeug. Dabei nutzte er seine Erfahrung aus dem Flugzeugbau und entwarf ein selbsttragendes Chassis sowie eine Getriebeschaltung, die vom Lenker aus zu bedienen war. Motor und Hinterradführung setzte er als ein Bauteil an das Chassis, so dass ein einzigartiges Konzept entstand. Auch die vordere Radführung erinnerte mit der gezogenen Kurzarmschwinge an das Bugfahrwerk eines Flugzeugs und ermöglichte schnelle Radwechsel.