Vespa 50 N 1963 - 1971
Für die jüngere Fan-Gemeinde war diese Vespa das populärste Modell überhaupt, denn sie zeichnete sich durch leichtfüßige Handlingeigenschaften und ein attraktives wie exklusives Styling aus, das von den größeren Modellen abgeleitet war. Seit ihrem Erscheinen im Jahr 1963 wirbt Piaggio mit dem Slogan „Jung, modern ... und ohne Lizenz." Tatsächlich war nach den Vorschriften von 1963 weder ein Kennzeichen noch ein Führerschein für die Vespa 50 erforderlich, sodass auch Vierzehnjährige damit fahren durften. Der Motor war komplett neu und nicht mehr liegend, sondern um 45° geneigt eingebaut. Die „50" war die letzte Entwicklung von Corradino D'Ascanio und zugleich ein Meilenstein in der Geschichte der Vespa, denn von 1964 bis heute liefen mehr als drei Millionen Modelle vom Band.
Vespa 90 1963 - 1983
Vespa 125 Nuova 1965 - 1967
Vespa 90 Super Sprint 1965 - 1971
Mit ihrem aggressiven Design, der überragenden Spurtstärke und den brillanten Fahreigenschaften ist die Super Sprint 90 zweifellos eine der attraktivsten Vespen aller Zeiten. Zum Produktionsstart im Jahr 1965 verfügte der Roller über ein schmaleres Beinschild sowie über ein Staufach, das zwischen Sitzbank und Lenker angebracht war. Wie bei der Vespa GS von 1955 konnte auch hier das Reserverad in der Mitte des Fußraums fixiert werden. Piaggio nahm den Erfolg der Vespa 90 SS zum Anlass, auch eine 50 ccm-Version aufzulegen. Diese war ausschließlich für ausländische Märkte bestimmt und ging vorwiegend nach Deutschland und in die Schweiz. Beide Modelle zählen bis heute zu den begehrtesten Sammlerstücken.
Vespa 50 L 1966 - 1970
Vespa 125 Primavera 1967 - 1977
Abgeleitet von der Vespa 125 VMA1 avancierte die 1967 vorgestellte Vespa 125 Primavera auf Anhieb zum Erfolgsmodell. Leicht zu handhaben, attraktiv im Styling,
kraftvoll und schnell sind daher nur einige der Attribute, mit denen der Roller in den sechziger Jahren beschrieben wurde. Die damalige Werbebotschaft „Con Vespa si può" (mit Vespa ist alles möglich)
richtete sich denn auch an ein vornehmlich jüngeres Publikum über 16, das den Sport und die Natur liebte und schnell durch die Stadt brausen wollte, um bloß keine Verabredung zu verpassen.
Zu den wesentlichen Merkmalen des Modells zählte ein verlängerter Rahmen, der dem Beifahrer mehr Platz einräumte.
Vespa 125 Primavera ET3 1976 - 1983
Die Vespa Primavera ET3 aus dem Jahr 1976 war eine auf insgesamt 144.000 Exemplare limitierte, spezielle Variante der Vespa Primavera. Die Initialen ET3 standen für
die elektronische Zündanlage und die drei Überströmkanäle des Einzylinder-Zweitaktmotors. Das Modell war in den siebziger Jahren besonders bei Jugendlichen beliebt, weil es ein schlankes Chassis wie
die 50er Vespa besaß und deshalb besonders wendig war. Auch die Farbe der Sitzbank an den ersten Modellen, die gut zu einer Blue Jeans passte, war ein Grund für den hohen Beliebtheitsgrad bei jungen
Leuten. Der ET3-Motor war zwar äußerlich kaum von der Primavera Standard-Version zu unterscheiden, lieferte aber mit 7 PS Spitzenleistung mehr Power und war lange Zeit das schnellste Vespa-Triebwerk
seiner Klasse.
Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 90 km/h angegeben.
Vespa 50 R 1969 - 1983
Vespa 50 Spezial 1969 - 1983
In Zeiten weltweiter Proteste gegen die Regierungen stellte Piaggio 1969 die Vespa 50 Special vor. Es war ein Roller für junge Leute, der mit Design-Modifikationen an Lenker, Scheinwerfer und Rücklicht aufwartete. Wie eine Broschüre aus jener Zeit anmerkt, brachte die neue Farbgebung einen modernen Touch in die Roller-Szene.Im gleichen Jahr wurde auch die Vespa 50 Elestart vorgestellt, die optisch zwar der Vespa 50 Special entsprach, in technischer Hinsicht aber eine Innovation bereithielt: den Elektrostarter. Von 1969 bis 1973 verhalf die berühmteste Piaggio Werbekampagne der Vespa 50 Special zum Erfolg. Der Slogan lautete: „Chi Vespa mangia le mele."
Vespa 50 Elestart 1969 - 1976
