VESPA 98 Serie `47
Die Vespa 98, von der ab 1947 16.500 Stück produziert wurden, unterschied sich vom Vorgängermodell durch wesentliche Verbesserungen in Sachen Design, Technik und praktische Handhabung. Das vordere Schutzblech hatte keine Klappe mehr und war kleiner, so dass man im Falle eines Plattfußes das Rad leichter wechseln konnte – auf den schlechten Straßen der Nachkriegszeit ein häufiger Vorgang. Damals berichteten Magazine, dass Kunden acht Monate auf ihre Vespa 98 warten mussten. Die starke Nachfrage führte dazu, dass auf dem Schwarzmarkt der doppelte Preis für das begehrte Fahrzeug verlangt wurde.
Vespa 125 `48
Im Jahr 1948 präsentierte Piaggio eine neue Vespa. Zuvor wurden von 1946 bis '47 insgesamt 1.183 Vespen mit 125er-Motor produziert, der im Chassis des 98er-Modells saß. Diese Fahrzeuge wurden ins Ausland verkauft. Zum Ende des Jahres 1947 entschied sich Enrico Piaggio dafür, die komplette Produktion der Vespa 98 einzustellen und auch in Italien die neue Vespa 125 einzuführen. Die Neue hatte einen Hubraum von knapp 125 Kubikzentimetern und ein gefedertes Hinterrad, was den Fahrkomfort deutlich steigerte. Auch die Vorderradaufhängung wurde modifiziert: Die auf die rechte Seite verlagerte Radführung sollte für viele Jahre ein typisches Vespa-Merkmal bleiben. Die Version von 1949 wies außerdem bei Kühlsystem und Gangschaltung leichte Modifikationen auf.
Vespa 125 `51
Im Jahr 1951 bekam die Vespa einen Hauptständer und löste somit den seitlichen Klappständer ab. Sicherer Stand und das leichtere Beladen der Vespa waren jetzt möglich. Zudem wurde das Rücklicht leicht abgeändert.
VESPA 125 U 1953
Vespa 150 `55
Zehn Jahre nach der Einführung des ersten Modells lief 1956 die millionste Vespa in Pontedera vom Band. Der Erfolg überstieg alle Erwartungen, und vom Kult-Roller wurden drei Modelle mit 125 und 150 Kubikzentimeter Hubraum angeboten. Die Vespa 150 galt seinerzeit als komfortabler und leistungsstärker als das 125er-Modell, das – bis auf den am Lenker montierten Scheinwerfer – der 150er Vespa sehr ähnlich war. Der Einstiegspreis für die 125er lag seinerzeit bei 128.000 Lire. Die 150er kostete 148.000 Lire, während die erste sportliche Vespa 150 GS für 178.000 Lire zu haben war.
Vespa 150 GS `55
Die letzte Vespa der legendären GS-Serie. Nach der Modelleinführung im Jahr 1955 folgten die Versionen VS 2 bis 5, die in Sachen Motor und Styling sukzessive weiterentwickelt worden waren. Die Frontscheibe der VS5 verfügte über eine Edelstahl-Einfassung, der Druckguss-Lenker beherbergte wie schon bei der VS2 sämtliche Kabelzüge. Zur Ausstattung zählten ferner ein charakteristischer, fächerförmiger Tacho, eine Heckleuchte mit Chromeinfassung und dem mittlerweile vorgeschriebenen Bremslicht sowie ein Beinschild mit modifizierter Zierleiste. Auch in Sachen Bremsanlage und Motor glänzte das Modell mit wichtigen Modifikationen. So sorgten der neuer Vergaser und Zylinderkopf für ein Plus an Leistung und einen weicheren Motorlauf. Der Produktionszeitraum des Modells umfasste die Jahre 1959 bis 1962.
